Führungen

Unsere Führungen werden von erfahrenen Stadtführerinnen und Stadtführern geleitet. Bitte melden Sie sich per Kontaktformular für Ihre gewählte Tour an. Reisegruppen bieten wir die Möglichkeit einer individuellen Terminbuchung.

Grüne Hotspots in Mitte

Stadtspaziergang in Zentrum-Ost


Termine: 3.6. | 1.7. | 29.7. | 26.8. | 23.9. | jeweils Samstag um 15 Uhr | Treffpunkt: Oranienburger Straße, Tramhaltestelle Monbijoupark | Dauer: 120 Min. | Kosten: 12 Euro Erw./9 Euro Erm.






Die meisten Grünanlagen in der Mitte von Berlin existieren nicht mehr in ihrer ursprünglichen Form. Sie wurden im Krieg zerstört, sind Rekonstruktionen am historischen Ort oder Neubauten. Aber sie alle erzählen spannende Geschichten.
Ein Ort mit unsichtbarer Vergangenheit ist der direkt an die Spree grenzende Monbijoupark, in dem ein während des Krieges zerstörtes Schloss stand, das einst die Mutter von Friedrich dem Großen bewohnte. Von dem kleinen Park sind es nur wenige Minuten Fußweg zur Museumsinsel, einer der größten Kunstsammlungen der Welt. Der Lustgarten vor dem Alten Museum war einmal ein kurfürstlicher Kartoffelgarten und ist heute einer der beliebtesten Berliner Plätze für eine kleine Pause. Ein Neubau ist der gemeinsame Kolonnaden-Hof des Neuen Museums und der Alten Nationalgalerie.
Anschließend führt der Spaziergang vorbei an der Oper Unter den Linden auf den Gendarmenmarkt. Er ist wohl Berlins attraktivster Platz mit zwei Domen, dem Konzerthaus, historisierender Randbebauung und einer sehr entspannten Atmosphäre.

Grüne Hotspots in Mitte

Stadtspaziergang im Zentrum-West


Termine: 11.6. | 9.7. | 6.8. | 3.9. | 1.10. | jeweils Sonntag um 11 Uhr | Treffpunkt: Park am Gleisdreieck, Eingang Kurfürstenstraße (Schild: Berlins grüne Orte) | Dauer: 120 Min. | Kosten: 12 Euro Erw./9 Euro Erm.






Die Tour führt über ein vor dem Zweiten Weltkrieg wichtiges und danach Jahrzehnte völlig vergessenes und überwuchertes Eisenbahnareal an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze. Auf dem Gelände entstand vor einigen Jahren der heute enorm belebte und beliebte moderne Park am Gleisdreieck, der viele Angebote von einer Skater-Anlage bis zu Spielplätzen bietet und die lange getrennten Stadtteile Kreuzberg und Schöneberg miteinander verbindet.
Danach geht der Spaziergang weiter zu den beiden kleinen und sehr speziellen Parkanlagen direkt am viel besuchten Potsdamer Platz – dem Tilla-Durieux- und dem Henriette-Herz-Park. Der eine ist als eine Art Wall konzipiert, der andere als ein aus mehreren Flächen zusammengesetztes Dreieck. Beide stehen exemplarisch für Spielarten moderner Gartenkunst.
Der Rundgang endet im Großen Tiergarten, dem ältesten innerstädtischen Park, der immer wieder neu entstand: Er war Jagdrevier, Park nach englischem Vorbild, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg bis auf wenige hundert Bäume fast völlig zerstört und ist heute wieder das denkmalgeschützte grüne Zentrum von Berlin.

Entlang des Mauerwegs

Zeugnisse der Geschichte


Termine: 17.6. | 15.7. | 12.8. | 9.9. | 7.10. | jeweils Samstag um 15 Uhr | Treffpunkt: Eberswalder Straße/Ecke Schwedter Straße | Dauer: 120 Min. | Kosten: 12 Euro Erw./9 Euro Erm.






Die Streckenführung ist im Grunde bizarr. Der Weg, den diese Führung nimmt, lag fast dreißig Jahre zwischen zwei Mauern, bewacht von Soldaten mit ihren Hunden: der Todesstreifen. Er war ein furchtbarer Ort. Heute wirkt er beinahe wie eine Idylle.
Die meisten interessanten Orte des insgesamt 160 Kilometer langen Mauerweges bietet der innerstädtische Abschnitt. Die Tour startet am U-Bahnhof Eberswalder Straße und führt zum Mauerpark, eine der meistbesuchten Grünanlagen in Berlin, die täglich ein buntes Spektakel von Straßenmusikern, Jongleuren und Lebenskünstlern bietet.
Von dort sind es nur ein paar Schritte zur Gedenkstätte Berliner Mauer, wo die am besten erhaltene Grenzanlage der Stadt steht. Viele Hörstationen und Tafeln erzählen ebenso wie die Exponate, Filme und Fotos im angrenzenden Dokumentationszentrum die Geschichte der deutschen Teilung.
Die Tour endet im Park am Nordbahnhof. Das schmale Gelände war früher der Grenzstreifen zwischen Ost und West und verbindet heute Relikte der Eisenbahngeschichte mit weitgehend belassener Natur.

Das Regierungsviertel

Grün an der Spree


Termine: 25.6. | 23.7. | 20.8. | 17.9. | 15.10. | jeweils Sonntag um 11 Uhr | Treffpunkt: Gustav-Heinemann-Brücke am Hauptbahnhof | Dauer: 120 Min. | Kosten: 12 Euro Erw./9 Euro Erm.






Die Tour führt zuerst in drei nach der Wende neu gestaltete Parks. Der erste ist der sechs Hektar große Spreebogenpark gegenüber dem Hauptbahnhof in einer Schleife der Spree, der zweite der Geschichtspark. Früher stand hier das in den 1950er Jahren abgerissene erste preußische Mustergefängnis. Der Park macht die Konturen des düsteren Ortes durch transparente Stäbe, ein Panoptikum sowie eine begehbare Zelle erfahrbar. Dritte Station ist der Moabiter Werder, ein schmaler Grünzug entlang der Spree, der tolle Ausblicke auf Siegessäule, Kanzleramt sowie Schloss Bellevue bietet. Das makellos weiße neoklassizistische Schloss nah am Spreeufer dient dem Bundespräsidenten als Residenz.
Abschluss der Tour ist der Englische Garten mit dem hübschen Teehaus. Er entstand auf Vorschlag des britischen Stadtkommandanten General Bourne als ein Zeichen des Friedens. Der Bau wurde durch über 5.000 Baum-Spenden aus den Privatgärten König Georgs VI. sowie vieler englischer Bürger unterstützt.

Der Spreepark

Vor dem Neubeginn


Termine: Sa/So, jeweils 11 und 13 Uhr | Treffpunkt: Eingangstor am Wachschutzhaus, Dammweg/Kiehnwerderallee 1–3 | Dauer: 90 Min. | Kosten: 5 Euro Erw./3 Euro Kinder (6–14 Jahre) | Anmeldung erforderlich, Informationen und Buchung unter: www.gruen-berlin.de/spreepark





Der VEB Kulturpark Plänterwald war eine der großen Freizeitattraktionen der DDR. Nach der Wende erlebte der Freizeitpark eine wechselvolle Geschichte. 2002 fiel er mit Riesenrad und Dinosauriern in einen Dornröschenschlaf und ist heute - vor der in Kürze geplanten Neugestaltung des Parkgeländes - auf beliebten Führungen wieder zugänglich.

Auf den Spuren des Berliner Weins

Vortrag, Spaziergang, Weinverkostung und Abend-Imbiss


Termine: 16.7. | 20.8. | 17.9. | 8.10. | jeweils Sonntag 15.30 Uhr | Treffpunkt: Weinstraße/Friedenstraße | Dauer: ca. 240 Min. | Kosten: 50 Euro pro Person






Kaum jemand wird die Stadt Berlin mit dem Anbau von Wein in Verbindung bringen. Dabei hat er hier eine über 800 Jahre zurück reichende Geschichte. Im 16. Jahrhundert existierten in und um Berlin 70 Weinberge und 26 Weingärten. Es gab sogar königliche Weinberge. Im 17. Jahrhundert wurde der Berliner Wein auch in andere Länder exportiert. Die größten Weinberge lagen entlang der Hangkante zwischen dem heutigen Weinbergsweg und der Weinstraße im heutigen Stadtteil Prenzlauer Berg.
Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts ging der Anbau stetig zurück – die klimatische Veränderung durch die „kleine Eiszeit“ im 15. Jahrhundert spielte ebenso eine Rolle wie die Konkurrenz der Weine aus anderen Anbaugebieten. Erst 1999 wurden im Prenzlauer Berg wieder 400 Rebstöcke angesetzt und vier Jahre später der erste „Berliner Riesling“ gekeltert.
Die Spurensuche beginnt mit einem Vortrag in einer Gaststätte an der Weinstraße. Es folgt ein Spaziergang vom Volkspark Friedrichshain über die Straße „Prenzlauer Berg“ zum Pfefferberg und anschließend zum Park am Weinbergsweg. Hier werden in der Bibliotheca Culinaria in der Nähe des Weinbergswegs bei einem Abendimbiss mehrere Berliner Weine verkostet.

Pankow-Tour

Vom Schloßgarten bis zum Volkspark


Termine: 1.6. | 15.6. | 29.6. | 13.7. | 10.8. | 24.8. | 7.9. | 21.9. | 5.10. | 19.10. | jeweils Do, 17 Uhr | Treffpunkt: Eingang Schloss Schönhausen | Dauer: 120 Min. | Kosten: 12 Euro Erw./9 Euro Erm. | Buchung: vor Ort






Die Tour führt durch den an der Panke gelegenen Schlossgarten Schönhausen, zwischenzeitlich Residenz der Hohenzollern später Amtssitz des ersten Präsidenten der DDR. Sie verläuft dann über mehrere bürgerliche Gärten des 19. Jahrhunderts bis zum beliebten Bürgerpark Pankow. Die damalige Gemeinde erstand das Areal vor etwa 100 Jahren und ließ es zu einer weitläufigen Anlage ausbauen. Wahrzeichen ist das prunkvolle Tor an der Wilhelm-Kuhr-Straße. Buchen können Sie die Tour vor Ort.

Schloss Britz

Gartenführung


Termine: 1.5.–31.8., immer So, 17 Uhr | 1.9.–30.4., immer So, 13 Uhr | Kosten: 3 Euro pro Person | Bitte mit Voranmeldung unter Tel. (030) 609 79 23-0 (Gruppen ab 5 Personen jederzeit nach Anmeldung)





Er nennt sich nicht Schloss-, sondern bescheiden Gutspark. Denn das Schloss war ursprünglich ein von preußischen Ministern bewohntes Herrenhaus eines Ritterguts. Der Garten wurde vermutlich kurz nach 1700 angelegt. Zunächst entstand ein Nutz- und Lustgarten nach holländischem Vorbild mit Lindenallee und Obstquartieren. Später kamen neue Wege, Teppichbeete, ein Brunnen am Beginn und ein Gartenpavillon am Ende der Lindenallee hinzu.
Die ge pflegte Anlage bietet heute in kleiner Form alles, was man von einem märkischen Schlosspark im englischen Landschaftsstil des 19. Jahrhunderts erwartet: schönen alten Baumbestand von Kastanien, Platanen, Buchen und Exoten wie ein Gingko-Baum, immergrüne Büsche wie Rhododendron, Eiben oder Stechpalmen, klug gewählte Blickachsen, gekieste Wege, einen Pavillon, eine Pergola, einladende weiße Bänke und als Referenz an den einstigen Barockgarten: viele Buchsbaumkugeln.
Der rekonstruierte Schlossgarten wird in einer ca. einstündigen Führung sachkundig vorgestellt.

Prenzlauer Berg-Tour

Vom Volkspark bis zum Mauerpark


Termine: 8.6. | 22.6. | 6.7. | 20.7. | 3.8. | 17.8. | 31.8. | 14.9. | 28.9. | 12.10. | jeweils Do, 17 Uhr | Treffpunkt: Ecke Friedenstraße/Am Friedrichshain | Dauer: 120 Min. | Kosten: 12 Euro Erw./9 Euro Erm. | Buchung: vor Ort





Die Tour schließt einige der beliebtesten und attraktivsten Parks und Plätze im Prenzlauer Berg ein. Sie beginnt im Volkspark Friedrichshain, der ersten für die Bevölkerung 1846 geschaffenen Parkanlage. Sie führt dann auf das ehemalige Friedhofsgelände des Leise-Parks über die Bötzow-Brauerei und zum Wahrzeichen des Stadtteils, dem Wasserturmplatz. Weitere Stationen sind der Kollwitzplatz mit dem großen Markt, der Mauerpark mit seinem bunten Publikum aus aller Welt und der Falkplatz.

Wasser und Musik

Musik mit Bildern zur Geschichte der Anlage


Termine: Fr, 16.6., 20 Uhr | Sa, 8.7., 19 Uhr | Do, 24.8., 19 Uhr | Sa, 16.9., 17 Uhr | Treffpunkt: Tiefkeller Wasserturm, auf dem Wasserturmplatz, Eingang von der Diedenhofer Straße | Dauer: 45 Min. | Kosten: 5 Euro pro Person | Buchung: vor Ort





Durch ihre besondere Atmosphäre, den hervorragenden Klang und einen Nachhall bis zu 17 Sekunden sind die Tiefbehälter der Wasserturmanlage für Tonkünstler eine besondere Herausforderung.
Die Akkordeonvirtuosin Angelica Paulic spürt mit ihrem Instrument dem magischen Ort nach und untermalt mit ihrer Musik die wechselvolle Geschichte des Ortes, die während ihres Spiels in Lichtbildern abläuft. Bitte warme Kleidung anziehen! Es ist kühl im Wasserspeicher.

Wasser und Wein

Die Geschichte des Wasserturmareals


Termine: 3.6. | 15.7. | 9.9. | 30.9. | 14.10. | jeweils Samstag 11 Uhr | Treffpunkt: Plateau Wasserturm, auf dem Wasserturmplatz | Dauer: 120 Min. | Kosten: 5 Euro pro Person | Buchung: vor Ort





Im Süden des Prenzlauer Bergs umrundet eine kleine Parkanlage mit vielen Bäumen, Spielplätzen und einer attraktiven Brunnenanlage den ältesten erhaltenen Wasserturm Berlins. Es sind jeweils nur ein paar Schritte zum beliebten Markt am Kollwitzplatz, zum Stadtteilmuseum oder zur jüdischen Synagoge in der Rykestraße.
Seit ihrer Einweihung 1856 hat diese Wasseranlage eine wechselvolle Geschichte. Nach der Schließung vor dem Ersten Weltkrieg zogen eine Armenküche, Handwerker, ein Fischhandel und eine Lungenheilanstalt ein und aus, die Nazis missbrauchten später das Areal als Konzentrationslager. Die Nutzung als Luftschutzbunker rettete Leben.
Heute zieht der magische Ort wieder viele Kunst- und Kulturschaffende aus aller Welt an. Die Führung umrundet das Plateau mit seinem Weinschaugarten, der die über 800-jährige Tradition des Berliner Weinanbaus an diesem Ort dokumentiert, und führt in die ehemaligen Tiefbehälter mit ihrer besonderen Atmosphäre.

Grüner wird´s nicht

Führung durch die Deutsche Gartenbaubibliothek


Termine: 13.6. | 12.7. | 9.8. | 6.9. | jeweils 10.30 Uhr | Treffpunkt: Foyer der Universitätsbibliothek der TU Berlin, Fasanenstraße 88 | Dauer: 90 Min. | Kosten: Teilnahme frei | Eine Gruppenführung (max. 15 Personen) ist nach Voranmeldung per E-Mail unter gartenbaubibliothek@ub.tu-berlin.de möglich.





Die Deutsche Gartenbaubibliothek der TU Berlin ist die größte Spezialbibliothek für Gartenliteratur in Deutschland. Neben aktueller Fachliteratur bietet sie ein breites Spektrum an Quellen zu allen gartenbaulichen Themen vom Agrarwesen bis zum Zierpflanzenbau, inklusive zahlreicher Bücher und Periodika zur Gartenarchitektur sowie Landschafts- und Freiraumplanung. Die auch international bedeutenden Bestände beruhen auf den historischen Sammlungen der Bücherei des Deutschen Gartenbaues, einer Dauerleihgabe des Vereins „Deutsche Gartenbaubibliothek e. V.“.
Die Führung gewährt einen Einblick in die thematische Vielfalt dieser Sondersammlung, die in der sehenswerten Bibliothek der Technischen Universität Berlin in der Charlottenburger Fasanenstraße angesiedelt ist.